Marion Beneker

 

MarionBeneker_1481_neu

Während meiner Yogalehrerausbildung 1992-96 wurde ich in der Methode nach Iyengar unterrichtet, einem lebendigen, aktiven und fordernden Yogastil. Iyengar erforschte jede Yogahaltung in Bezug auf die korrekte Ausrichtung und Wirkung. Die Erfahrungen die er mit seinem eigenen Körper machte, brachte Iyengar dazu Hilfsmittel zu benutzen wie Stühle, Kissen, Gurte usw. um den Yogaübenden auch schwierige Asanas einnehmen zu lassen bzw. einfach erscheinende Asanas genauer wahrzunehmen.

1997 kam ich zum Berliner Yogazentrum, um eine weitere Yogarichtung, Viniyoga, kennen zu lernen. Viniyoga ist ein indisches Sanskritwort und bedeutet, besondere Verwendung oder besondere Anwendung. Eine von Sri Krishnamacharya und dessen Sohn Desikachar entwickelte Methode. Eine eher sanfte therapeutisch orientierte Yogarichtung, die viel im Einzelunterricht Verwendung findet. In dieser Tradition geht man davon aus, dass jeder Mensch einzigartig und besonders ist, deshalb werden auch die Yogaübungen an jeden Menschen angepasst. Dazu gehören die Erarbeitung von Bewegungsmuster, die Funktion des Atems und das Einsetzen von Tönen, Klang, Visualisierung und Meditation. Es geht darum den eigenen Körper verstehen zu lernen und die Mechanismen, die für den gegenwärtigen Zustand verantwortlich sind, sollen deutlicher werden. Es ist wichtiger dieses Verständnis zu erlangen als die Perfektion einer einzelnen Asana.

Durch meine Arbeit auch mit Patienten in einer Reha Klinik, wie auch in den täglichen Kursen, machte ich die Feststellung, dass immer mehr Menschen mit körperlichen/seelischen Problemen zum Yoga kommen, während vor 22 Jahren als ich mit dem Unterrichten von Yoga begann, es oft Neugier oder eine spirituelle Ausrichtung gab, die die Menschen zum Yoga brachte.

Beide Yogarichtungen und Weiterbildungen bei Remo Rittiner in Yogatherapie, Ausbildungen in craniosakraler Körperarbeit, Spiraldynamik und Klangtherapie halfen mir, mich selbst und den anderen besser zu verstehen, mich auf die besonderen Bedingungen und Fähigkeiten jedes Schülers einzulassen und die passenden Übungen auszuwählen bzw. die Übungen an die Person anzupassen.

Obwohl ich schon viele Jahre Yoga praktiziere, würde ich mich nicht als Fortgeschrittene bezeichnen. Ich schreite immer noch fort auf meinem Yogaweg und bin gespannt was noch alles kommt. Ich freue mich euch Yoga näher zu bringen, auch Menschen mit gesundheitlichen Handicaps.

Begreife den Sinn, übe Geduld, bevorzuge kleine Schritte und akzeptiere deine Möglichkeiten, dich dem Ziel zu nähern!